Im Rahmen ihrer Diplomarbeit an der Modeschule Hallein haben Lea Raffler, Helena Meier und Rosa Eder die Kostüme für ein Jugendstück am Schauspielhaus Salzburg entworfen.

Da auf den Brettern, die die Welt bedeuten, seit geraumer Zeit aber keine Vorstellungen stattfinden, auch wenn wir vorsichtigen Öffnungsschritten im Kulturbereich entgegensehen, stehen zwei leblose Kleiderpuppen repräsentativ, für sehr viele Theaterstücke, die im vergangenen Jahr nicht gespielt werden durften. 

Diese Kostüme sollten eigentlich lebendige Figuren kleiden, die agieren und gestikulieren, flüstern und schreien, weinen und lachen, denken und fühlen und in ihrer Interaktion Geschichten erzählen, Handlung auf die Bühne bringen, die Welt hinterfragen und uns einen Spiegel vorhalten. Das alles war im vergangenen Jahr nicht möglich. Und so verweisen die Kostüme in der Auslage der Stadtbücherei auf eine Kultur im Ausnahmezustand. Sprachlos, leblos. Und doch nicht ohne Geschichte, nicht ohne Bedeutung. Sie sind Kleidung aus literarischem Stoff und haben die Welt der reinen Fiktion verlassen. Da aber alles, was existiert, Gefahr läuft, funktionalisiert zu werden, verknüpfen wir ihre Existenz mit einem Rätsel und einer Ankündigung.  Das Rätsel: Für welche beiden Figuren aus der Literatur waren diese Kostüme gedacht? Sie sind/Ihr seid in der Baker Street auf einer guten Fährte. Zu gewinnen gibt es zwei Theaterkarten für das Schauspielhaus Salzburg. Die Ankündigung: Theresa Schönleitner, Sarah Übleis und Antonia Gerhalter starten demnächst in Kooperation mit der Stadtbücherei ihre Diplomarbeit an der Modeschule Hallein. Auch in ihrem Projekt geht es wie bei den Kostümen in der Auslage um einen Kriminalroman. Der Titel ihrer Arbeit lautet: Unter Wölfen. Krimi-Couture. Die Schülerinnen gestalten Textiles zu einem Text von Alex Beer.