Modeschülerinnen des III. Jahrgangs entwickeln textile Produkte aus Recyclingmaterialien in Kooperation mit HAI, der Halleiner Arbeitsinitiative

Unter dem Titel „Neue Produktideen aus gebrauchten Materialien entwerfen“ fertigten die Modeschülerinnen vier neue Kreationen

Hallein, am 14. Juli 2017. Kreativität, Umweltbewusstsein und Spaß miteinander vereinen und vorhandene gebrauchte Rohstoffe einem ganz neuen Zweck zuführen

Die Schülerinnen des III. Jahrgangs A der Modeschule Hallein beschäftigten sich im Rahmen des Modegrafikunterrichts näher mit dem Thema Upcycling. Die Aufgabe war es, neue Produktideen aus den von der Halleiner Arbeitsinitiative (HAI) gesammelten Kleidungsstücken, Textilien und Accessoires zu entwickeln. Tanja Erber (Textilfachkraft im fair-kauf) hat im Vorfeld verschiedenste Materialien für die Schüler/innen herausgesucht – so konnten die SchülerInnen schmökern und sich inspirieren lassen ...

Das Ergebnis kann sich sehen lassen – entstanden sind viele unterschiedliche kreative und innovative Produktideen, die vor einer Jury präsentiert und bewertet wurden. Ausgewählt wurden vier verschiedene Konzepte, die dann von den Schülerinnen als Prototypen umgesetzt und gefertigt wurden. Melanie Grafenauer entwickelte spezielles Hundspielzeug unter dem Namen „Wuff“, Laura Shipard überzeugte die Jury mit ihren modischen Kreationen aus alten Fußballtrikots, Bettina Herma entwickelte innovative Taschen aus Teilen alter Lederhosen und Gabriela Ramsauer punktete mir ihren Taschen, die aus Schallplatten und recycelten Textilien entstanden. Die entstandenen Produkte sind noch einige Tage bei der Halleiner Arbeitsinitiative ausgestellt und können dort auch käuflich erworben werden.

Um erste Ideen und Inspirationen zu finden, besuchten die Schülerinnen die HAI, wo mehr über die Organisation in Erfahrung gebracht wurde und auch die Räumlichkeiten und Organisation der Altkleidersammlung besichtigt wurden. Die HAI ist ein sozialökonomischer Betrieb und eine Non-profit Organisation, die arbeitslosen Menschen neue Perspektiven aufzeigt und ihnen den Einstieg/Wiedereinstieg in das Arbeitsleben ermöglicht. Das Unternehmen verkauft Second-hand-Waren, die durch Entrümpelungen und Altkleidercontainer gesammelt werden.

Danach wurden ersten Skizzen und Entwürfe angefertigt, basierend auf den verfügbaren Materialien. Aus diesem Ideenpool wurden jeweils die drei besten Ideen ausgewählt und dazu eine technische Zeichnung und ein Moodboard angefertigt.

Die ausgewählten Ideen wurden der Jury bestehend aus dem Fachvorstand der Modeschule und dem HAI Team präsentiert. Nach kurzer Beratung wurden vier Ideen zur Umsetzung als Prototypen ausgewählt. An den Projekttagen in der letzten Schulwoche wurden die Prototypen dann mit viel Elan und Hingabe gefertigt.

Ziel dieses Projektes war es, dass einer oder mehrere der gefertigten Prototypen in Zukunft von Mitarbeitern der HAI in Serie gefertigt werden und im Geschäft der HAI verkauft werden können und die Modeschule Hallein somit durch diese Zusammenarbeit die sozialen Projekte der HAI unterstützen kann.

Stimmen zum Projekt:

Tanja Erber (HAI) freut sich über die gelungene Zusammenarbeit: „Für uns war es spannend zu sehen, wie viele verschiedene Materialien die Schülerinnen in ihren Modellen integrieren konnten und was dabei herausgekommen ist. Schon bei der Präsentation der Produktideen war es schwierig nur eine paar wenige aus den tollen Entwürfen auszuwählen. Vielleicht auch ein Anreiz für Upcycling-Interessierte – im fair-kauf finden Sie Materialien für jeden Zweck.“

Auch der Fachvorstand der Modeschule Hallein zeigt sich begeistert von der Kooperation mit der HAI: „Die Zusammenarbeit mit der HAI bzw. Frau Mag. Gadermayr und Frau Erber war überaus positiv – für uns als katholische Privatschule ist es auch wichtig, sich mit einem verantwortungsbewussten Umgang mit Ressourcen auseinanderzusetzen. Mit den entstandenen Upcycling-Ideen kann der Lebenszyklus von Produkten nachhaltig verändert und verlängert werden – die Schülerinnen haben wirklich spannende Ideen zur Realisierung dieser Zielsetzung entwickelt. Im Rahmen unseres berufsbegleitenden Modekollegs, das im Herbst 2017 erstmals startet, legen wir den Fokus in besonderer Weise auf nachhaltige Designstrategien und werden mit den Studierenden in diesen Bereich noch viel stärker eintauchen.“