Im Rahmen einer Kooperation der Modeschule Hallein mit dem Forum 1 wurden im Oktober ausgewählte Abschlusskollektionen aus dem letzten Schuljahr in Form einer Fotoausstellung präsentiert.


Bei den Kollektionen aus dem Kolleg Modedesign mit dem Schwerpunkt im Bereich der „sustainable design strategies“ soll den Studierenden neben den klassischen Inhalten der Modedesign-Ausbildung, Know-how in Sachen Nachhaltigkeit vermittelt werden.Höhepunkt der Ausbildung sind die individuellen Abschlusskollektionen, für welche die Studentinnen und Studenten eigenständige Nachhaltigkeitskonzepte entwickeln und individuelle Konzepte für Design und Gestaltung erarbeiten. Gezeigt wurden zwei Kollektionen aus der letztjährigen Abschlussklasse.

Benjamin Maier alias „franz“ präsentiert mit „Smalltown Boy“ eine Kollektion, in der er das eigene Lebensgefühl des Kleinstadt-Jungen umgesetzt hat. Er wendet sich durch seinen Blick in die große weite Welt von anderen ab. Seine Modelle sind eine Auseinandersetzung mit dem Thema „Zero Waste“ in der Streetwear und inspirieren sich aus einem ungewöhnlichen Mix aus Sportkleidung, der Jeans der Minenarbeiter aus dem 19. Jahrhundert und dem japanischen Hairo Kimono.

Theresa Bayer experimentierte für ihre Modelle mit Naturfarben und übertrug die sinnliche Erfahrung des Färbevorgangs in den Titel für ihre Kollektion „Plansch“. Die naturgefärbten Unikate sind aus Krappwurzel, Indigo, Kurkuma und Malve. Sie sind eine Absage an giftige Chemikalien und die Produktionsbedingungen der Fast Fashion.Auch der Abschlussjahrgang der Höheren Schule für Mode mit der Vertiefung „Modedesign und Grafik“ entwickelte eigene Kollektionen, welche die persönliche Handschrift der angehenden Jungdesigner*innen und deren individuellen Zugang zur Mode zum Ausdruck bringen.

Während Francesca Moser mit ihren „Formen der Kindheit“ die Proportionen von Kinderzeichnungen in Kleidungsstücke verwandelt hat, die farbenfroh und augenzwinkernd auf eine Reise zurück in die Kindheit einladen, gestaltete Anna Mayr ihre Modelle aus Zeitungen, die in Papierform darauf verweisen, wie lesbar und durchschaubar der Mensch in der digitalen Gesellschaft geworden ist. 

Nina Garneier warnt in ihrer Kollektion „Plastic Pollution“ vor der Verschmutzung der Ozeane. Die Plastikelemente auf den eleganten Hosenanzügen sind ein plakativer Aufruf, die Verantwortung für unseren Planeten ernst zu nehmen.

Fotocredit: Christian Maislinger